, Marc Schmidlin

Turnfahrt 2019

Turnfahrt Turnverein Grindel 2019 Krakau

Eine siebenköpfige Schar Turner stellte sich der Herausforderung, die diesjährige Turnfahrt mitzumachen und daran teilzunehmen. Ende September ging die dreitägige Reise nach minutiöser Vorbereitung los. Die bunte Gruppe aus vorwiegend älteren Semestern der Aktivriege traf sich am Bahnhof in Laufen um sich danach in Richtung Flughafen Basel-Mülhausen zu begeben. Fazit Teil 1: Dieser erste Teil der Reise verlief völlig problemlos.

Nach Einnahme einer kleinen Stärkung in flüssiger Form ging es durch den Check-In zum Gate. Dabei ergab sich bei der Kontrolle der gefährlichen Gegenstände beim Kontrollscanner eine unerwartete und nicht vorhersehbare Schwierigkeit. Der älteste Teilnehmer hatte unerlaubte Mengen Flüssigkeiten intus. Korrekterweise ist zu sagen, dass er diese im Handgepäck mitführte und nicht in der Harnblase. Die Zollbeamten schüttelten mehrmals den Kopf und erklärten immer wieder mit französischem Akzent:„ Zu gross, zu gross,...!“ Nachdem wir dieses Problem gelöst hatten, kamen wir beim Einchecken erneut in eine heikle Situation. Der Organisator, der an dieser Stelle gerne nicht genannt werden möchte, hatte versehentlich auf dem Flugschein den Namen von Herrn Konrad Henz zu Koni Henz umgewandelt. Dies gefiel der charmanten Dame beim Gate 39 nicht wirklich und sie drohte damit, Koni nicht mitfliegen zu lassen. Aber gemeinsam sind wir stark und so überzeugten wir die nette Französin, nochmal ein Auge zuzudrücken. Um es mit ihren Worten zu sagen:„ Also Coni, das ist das letzte mal Coni, nacher du bist Conrad!“ Fazit Teil 2: Puh, Coni und Cesare hatten/machten Probleme.

Weiter ging es mit dem einfachen Jet und Taxi ins Hotel in der Altstadt von Krakau. Fazit Teil 3: Alles easy.

Folglich machte man sich auf den Weg, die wunderschöne Altstadt zu erkunden. Der grösste Marktplatz Europas mit den dort angesiedelten Tuchhallen lud zum Flanieren und Verweilen ein. Zudem stand die Besichtigung der Burg Wawel auf dem Programm unserer langen Liste der vorgesehenen Aktivitäten. Gegen Ende des Tages gönnte man sich noch einige Absacker und die ganze Reisegesellschaft kehrte unbeschwert ins heimelige Hotel zurück. Fazit Teil 4: Entspannte Runde.

Samstagmorgen! Die Sonne brannte nicht wirklich, aber dennoch schien sie helle und es war angenehm warm. Man entschied sich für eine gemütliche Sightseeingtour mit elektrischen Golfwägelchen – speziell von Greta handsigniert. Ein Aufenthalt im jüdischen Viertel mit seinen vielen Kaffee- und Restauranthäusern rundete den Vormittag ab. Fazit Teil 5: Auch kulturell wollten wir nicht zu kurz kommen.

Am Mittag gönnte man sich etwas Nahrhaftes in einem der vielen schönen Restaurants rund um den Marktplatz und entschied sich danach unisono, ein lauschiges Plätzchen draussen in einer Gartenwirtschaft aufzusuchen. Der ideale Standort war rasch gefunden. Möglichst nahe am Markplatz in der ersten Reihe sitzend und mit idealem Blick auf die Tuchhallen. Zudem selbsterklärend auch mit einer fulminant anmutenden Getränkekarte. Es dauerte nicht lange und das Bestaunen der Getränkekarte neigte sich dem Ende zu und man ging zum Degustieren der auserlesenen Köstlichkeiten über. Diese Tätigkeit erfüllte uns vollumfänglich und wir konzentrierten uns auf unsere Stärken (Sitzen, Trinken, Reden) und bewiesen somit Sitzleder, Trinkfestigkeit und Sprachkompetenz. Leider fehlte nach einiger Zeit die Standhaftigkeit... Fazit Teil 6: Stundenlanges und ausdauerndes Degustieren an bester Lage.

Nach dem Eindunkeln stolperten wir noch rasch über den Marktplatz und folgten dem Ratgeber im Reiseführer, der versprach, dass Krakau ein Paradies der Party- und Trinkfreudigen sei... Ein Teil dieser Trinkfreudigen ging danach bereits frühabends zu Bett, der andere entschloss sich zu einem kurzen Abstecher in eines der tollen Lokale in den Katakomben der Altstadt. Weitere Infos dazu sind dem Schreibenden nicht bekannt. Bitte die entsprechenden Beteiligten direkt ansprechen, um Näheres zu erfahren. Alle möglichen Zitate und Erklärungen meinerseits wären frei erfunden und hätten keine oder nur zufällige Ähnlichkeit mit den darin vorkommenden Personen. Fazit Teil 7: Glücklicherweise alle wieder - fast - gesund im Hotel.

Am Sonntag hiess es Koffer packen und zurück in die Heimat fliegen. Somit schloss sich der Kreis und Koni-Konrad Henz durfte problemlos wieder in die Schweiz einreisen. Eine denkwürdige Turnfahrt ging zu Ende. Gesamtfazit: Alle Mann an Bord!